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Buchempfehlungen
Narben in der Erinnerung
18 Erzählungen über vier Jahrzehnte
Mitte der 90er Jahre reisen fünf Kubaner in die USA. Ihre Absicht: Sie wollen exilkubanische Gruppen
auskundschaften, die seit Jahre Anschläge insbesondere gegen Touristenzentren und Hotels in Kuba
durchführen.
Ihre Erkenntnisse übermitteln sie nach Kuba und die kubanische Regierung übergibt sie dem
FBI, um gegen diesen Terrorismus vorzugehen. Doch dort kümmert man sich keineswegs um die
exilkubanischen Gruppen, die – wie sich herausgestellt hatte – beste Verbindungen zu politischen,
militärischen und geheimdienstlichen Kreisen in den USA haben. Stattdessen verhaftet das FBI im
September 1998 die fünf Kubaner unter dem Verdacht der "Spionage" und "Verschwörung". Sie
werden zu Haftstrafen zwischen 15 Jahren und mehrfach lebenslänglich verurteilt.
Atlantik Verlag, 2005, Taschenbuch, 18,00 €, ISBN-10: 3-926529-46-6 / ISBN-13: 978-3926529466
Märchen von Kuba
Insel zwischen Lüge und Wahrheit
"Märchen von Kuba" ist keine kubanische Märchensammlung .Der Autor hat vielmehr Lügenmärchen gesammelt,
die über Kuba verbreitet werden, und zum Teil auch deren Verfasser befragt.
Sei es die rührselige Schauergeschichte, die ein in New York und Miami ansässiger Journalist in der
Kuba-Ausgabe von "Merian" seinen Lesern als lautere Wahrheit anbietet, seien es angebliche Verstöße
gegen das Recht auf Gesundheit und freie Religionsausübung, die eine katholische Wochenzeitung
anprangert und die sie auch nach Berichtigung durch den Bundestagsabgeordneten, der das Märchen
gutwillig verbreitet hatte, nicht dementieren will. Begründung: Wir werden Kuba nicht als Idyll
darstellen.
Dieser Argumentation kann sich auch Kardinal Meisner nicht widersetzen, der sich seinerseits darüber
beklagt, dass über ihn aus der Luft gegriffene Dinge in die Welt gesetzt würden.
Die "Bild"-Zeitung wiederum macht Fidel Castro als Dresseur von Killer-Haien vor der Küste von Florida
aus, wohl wissend, dass die Original-Meldung von einem US-amerikanischen Satire-Magazin stammt, das zum
Gaudium seiner Leserschaft ausschließlich Falschmeldungen in die Welt setzt.
Für Herrn Dr. Heinrich Maetzke vom "Bayernkurier" ist das Stichwort Guantánamo Anlass, von 15.000 in
Kuba erschossenen Gefangenen zu erzählen, aber, als der Autor ihn nach Belegstellen fragt, sich in
Schweigen zu hüllen. Märchen von Kuba eben.
Nomen-Verlag, 2005, 168 Seiten, kartoniert, 14,00 €, ISBN: 3-9809981-5-0
Leseprobe:
Nomen-Verlag (pdf)
Cuba,
mi amor
"Hier gibt es jetzt für euch nicht viel Revolutionäres zu sehen", sagt Che Guevara zu dem deutschen
Escritor und weist zur Bucht mit ein paar ausgebrannten Fahrzeugen am sandigen Weg. "Das war hier nur
ein kleines Gefecht, kein Krieg, keine Konterrevolution. Aber dass wir es geschafft haben, dass weder ein
Krieg noch eine Konterrevolution daraus geworden ist, das sollte man zur Kenntnis nehmen und sich überall
gut merken." Mit anderen Schriftstellern kommt Eberhard Panitz 1961 nach Kuba. Den Deutschen wird eine
junge Dolmetscherin an die Seite gestellt, Tamara Bunke. Jahre später wird sie als Kampfgefährtin
Guevaras in Bolivien sterben. Jetzt soll sie den Gästen das neue Kuba zeigen. Bei ihrer Reise erleben sie
ein Land im Aufbruch. Panitz notiert seine Beobachtungen und die Gespräche mit den Bauern, den Soldaten
der Revolutionsarmee, den Arbeitern in der verstaatlichten Betrieben.
Heute, 40 Jahre danach, greift er auf dieses Tagebuch zurück und nimmt es als Ausgangspunkt, die
komplizierte, immer bedrohte Entwicklung Kubas zu betrachten und nach den Perspektiven der "Insel
der Revolution" zu fragen.
Edition Ost, 2004, 160 Seiten, Taschenbuch, 12,90 €, ISBN: 3-360-01054-X
Korda sieht
Kuba
Dass Bilder einen Mythos begründen können, zeigt das meistreproduzierte Foto der Welt: das Porträt des
Che von Alberto Korda.
Doch der kubanische Fotograf, der eigentlich Alberto Díaz hieß, hat nicht nur mit einem Bild
Geschichte geschrieben. Mit 30 ist er ein gefeierter Modefotograf, der erste der Insel.
Doch dann, 1956, kommt mit Fidel Castro und Che Guevara die Revolution nach Kuba, und Korda wird ihr Fotograf.
Familienalbum der Revolution und historisches Dokument zugleich, zeigen die zum großen Teil
unveröffentlichten Aufnahmen Fidel mit Nikita und Nina Chruschtschow auf der Datscha, Nikita und Fidel
auf Skiern und bei der Schneeballschlacht, beim Jagen in den russischen Wäldern.
Verlag Antje Kunstmann, 2003, gebunden, 24,90 €, ISBN 3-88897-341-4
Das trikontinentale
Solidaritätsplakat
Das revolutionäre OSPAAAL-Plakat - ein Zeitspiegel der Befreiungskämpfe im Trikont.
Die 1966 in Havanna gegründete Organisation der Solidarität mit Afrika, Asien und Lateinamerika (OSPAAAL)
hat mit der Zeitschrift "Tricontinental" und mit Plakaten von Kuba aus politische Propaganda in der
Dritten Welt verbreitet und den bewaffneten Befreiungsbewegungen eine authentische Stimme verliehen.
Im Zentrum des Buches stehen die 340 bis heute bekannten OSPAAAL-Plakate, deren Reproduktion in
hervorragender Qualität mit einem frequenzmodulierten Raster auf Spezialpapiere gedruckt sind.
In Kurztexten werden die politischen, sozialen und historischen Zusammenhänge und Hintergründe vor
allem der bewaffneten Befreiungskämpfe dargestellt. Plakate und Texte sind gleichzeitig eine Hommage
an die unzähligen bekannten und unbekannten Kämpferinnen und Kämpfer.
comedia-Verlag, 2003, 448 Seiten, gebunden, 108,00 €, ISBN 3-9522520-2-6
Rezension:
ZLV
Im Zeichen der Fledermaus -
Die Rum-Dynastie Bacardi und der geheime Krieg gegen Cuba
Im Zeichen der Fledermaus, unter dem Bacardi seinen Rum vertreibt, wird seit Jahren Krieg geführt:
Handelspolitisch, mit Geld und mit Waffen. Er galt dem sandinistischen Nicaragua und Angola und richtet sich
bis heute gegen Cuba.
Hernando Calvo Ospina enthüllt, welche Rolle Führungskräfte von Bacardi bei terroristischen Aktionen gespielt
und wie sie dafür gesorgt haben, dass die Unterstützungsgelder der CIA die Contras in Nicaragua, die UNITA
in Angola und cubanische Reaktionäre erreicht haben. Und er deckt auf, wie ein Konzern, der nicht in USA
beheimatet ist, seine Wünsche dort Gesetz werden lassen kann.
PapyRossa-Verlag, 2002, 154 Seiten, Taschenbuch, 12,00 €, ISBN 3-89438-243-0
Che Guevara -
Begegnungen und Gespräche 1961-1964 in Kuba
Diese Aufzeichnungen bereichern die biographischen Veröffentlichungen über Che Guevara um einen wichtigen
Beitrag. Günther Schaaf ist einer der letzten noch lebenden ehemaligen DDR-Bürger, der unmittelbar mit
Che Guevara zusammen gearbeitet hat. Er war in den Jahren 1961 bis 1966 als Mitarbeiter bzw. als Leiter
der Handelsvertretung der DDR auf Kuba tätig. Seine Darstellung hat ihre zeitgeschichtliche Bedeutung
darin, daß bis Ende 1964 alle wesentlichen industriellen Anlagenimporte Kubas Che Guevaras persönlicher
Entscheidung und Kontrolle unterstanden.
Der besondere Reiz besteht in der Authentizität. Erstmalig werden Informationen und Schilderungen aus der
direkten Zusammenarbeit des Autors mit Che Guevara als Industrieminister Kubas von 1961 bis 1964
veröffentlicht, wird über Begegnungen und Gespräche Günther Schaafs mit Che berichtet. Das Buch ist
jedoch nicht nur ein Bericht über Begegnungen. Dem Autor gelingt es, die Persönlichkeit Che's in ihrer
Komplexität zu beschreiben, von seinen Ansichten und seinem Denken zu erzählen. Er schreibt in Erinnerung
an viele Gespräche über die theoretischen und gesellschaftspolitischen Ideen und Visionen Che Guevaras,
über dessen kritische Haltung zu den sozialistischen Staaten und seine Bewertung des Kapitalismus.
Historisch einschneidende Ereignisse wie die Kuba-Krise, die Günther Schaaf in Kuba direkt erlebte, die
Probleme und Erfolge die Zusammenarbeit zwischen der DDR und Kuba und die Rückkehr an die Stätten seines
Wirkens nach 1989 runden dieses informative Buch ab.
Pahl-Rugenstein Nachf., 2002, 200 Seiten, gebunden, 14,90 €, ISBN-10:3891443374, ISBN-13: 978-3891443378
Originalton Miami
Die USA, Kuba und die Menschenrechte
Miami ist Zentrum des kubanischen Exils, das Fidel Castro stürzen und Kuba "vom Kommunismus befreien" will.
Was sind das für Gruppen, die dort unter humanitärer Flagge und US-Protektion Gewehr bei Fuß stehen? Was
wollen sie erreichen? Wie sieht ihr politisches Programm aus? Was verstehen sie überhaupt unter
Menschenrechten? Hernando Calvo Ospina und Katlijn Declercq haben Personen befragt, die darauf authentische
Antworten geben können. Und alle haben sie geredet, gaben bereitwillig Auskunft und enthüllten, was die
Karibikinsel erwartet, wenn diese Kräfte dort wieder das Kommando übernehmen.
"Das Buch ist sehr klar, mutig und zutiefst nützlich." (Jean Ziegler)
PapyRossa-Verlag, 2001, 275 Seiten, Taschenbuch, 15,20 €, ISBN 3-89438-222-8
Das Wunder
Kuba
Kuba, das sind weiße Strände, Palmen, Mojito, Gastfreundschaft. Kuba, das ist aber auch eine
seit fast 40 Jahren von der grösten und brutalsten Militärmacht der Welt belagerte Festung,
die die Sympathie von Millionen in aller Welt genießt. Kuba, das ist schließlich ein echtes
Wunder, denn viele Wirtschaftswissenschaftler sind sich einig darin: Kein Land der Welt hätte die
verheerenden Folgen des Über-Nacht-Abbruchs aller Handelsbeziehungen zur Sowjetunion und den anderen
Staaten der sozialistischen Gemeinschaft überlebt.
Leo Burghardt und Klaus Huhn haben vor fünf Jahren die Frage gestellt: "Überlebt Kuba?" und sie damals
mit behutsamen Optimismus bejaht. Jetzt streiften sie wieder über die Karibik-Insel und entdeckten das
Wunder, das sie sachlich aber mit viel solidarischer Wärme beschrieben.
Spotless Verlag, 1999, 96 Seiten, Taschenbuch, 9,90 €, ISBN 3-933544-14-9
Che Guevara - Biographie
Jorge G. Castañeda
Ernesto Guevara de la Serna, genannt "Che", war bereits vor seinem Tod am 8. Oktober 1967 zur Legende
geworden, zum Mythos, der Lebensgefühl und Ideologie einer ganzen Generation weltweit maßgeblich
geprägt hat. Sein Porträt, auf Postern und T-Shirts gedruckt, war überall zu finden, ob in
Versammlungsräumen von Studenten, auf den Straßen oder in den Zimmern der Jugendlichen.
Die Biographie von Jorge G. Castañeda beschreibt umfassend und detailliert Che Guevaras Leben, von den
bürgerlichen Anfängen in Argentinien bis zum Tod des Guerrillero in Bolivien. Castañedas Buch ist
zugleich eine kenntnisreiche Darstellung der Zeitgeschichte Kubas und Lateinamerikas von Beginn der
Aufstände in der Sierra Escambray bis zum bolivianischen Abenteuer. Castañeda untersucht die
internationalen, weltpolitischen Verflechtungen der kubanischen Revolution und zeigt, wie die
diplomatischen und militärischen Aktionen ihrer Protagonisten unser Jahrhundert veränderten.
Verlag Suhrkamp/Insel, 1998, 640 Seiten, Broschur, 14,00 €, 978-3-518-39411-3
Das Buch zur Internationalen
Che - Guevara - Konferenz
Mit der Internationalen Che-Guevara-Konferenz im September 1997 begann ein spannender Diskussionsprozeß
von Linken unterschiedlichster Herkunft und Position über Chancen eines neuen historischen Projektes.
Verlag 8. Mai, 1998, 218 Seiten, Taschenbuch, 5,00 €, ISBN-10 393174504X, ISBN-13 9783931745042
Kuba -
ein "Yankee" berichtet
Was ist aus Kuba geworden, seit es dem Goliath im Norden allein gegenübersteht?
Mit welchen Strategien kann die prekäre Lage überwunden werden? Und unter welchen politischen Vorzeichen?
Ron Ridenour, US-Bürger und Wahl-Kubaner, schildert neben den wirtschaftlich/politischen Fakten in spannenden
Reportagen das Alltagsleben der Kubaner/innen. Ungeschönt beschreibt er die Probleme, die aus dem
kolonialistischen Erbe, den paternalistischen Strukturen und dem allgemeinen Mangel resultieren und vom
Wirtschaftskrieg und den militärischen Drohungen der USA mitverursacht werden.
Er verbindet die Recherche vor Ort mit Interviews und persönlichen Eindrücken. Dabei macht er
kein Hehl aus seiner Sympathie für das kubanische Volk und dessen Anstrengungen, sich nicht in
längst überwunden geglaubte Zustände zurückzwingen zu lassen.
PapyRossa-Verlag, 1997, 294 Seiten, Taschenbuch, 5,00 €, ISBN 3-89438-122-1
José Martí
zum 100. Todestag
Der Name José Martí kann niemandem, der einmal in seinem Leben auf Kuba war, entgangen sein - finden sich
doch in jeder Stadt, in jedem Dorf Schulen, Denkmäler, Straßen und Plätze, die seinen Namen tragen.
José Martí - der Nationalheld Kubas, der Vorkämpfer für die Unabhängigkeit Kubas nicht nur von Spanien, sondern,
weit vorausblickend, gegen jede neue Form der Abhängigkeit - er ist in unserem Land vielen unbekannt. Bekannt
jedoch ist sein Gedicht "Guantanamera".
Was für ein Gegensatz zu Lateinamerika, wo José Martí jedem Schulkind ein Begriff ist und José Martí die
Verkörperung des selbstbewußten, des anderen Amerika, "Unseres Amerikas" - wie er es nannte - darstellt.
Röhrig-Verlag, 1995, 123 Seiten, Taschenbuch, 4,00 €, ISBN 3-929896-02-8
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