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José Martí und die deutsche Kultur


Die Verbindung von José Martí und dessen Werk mit der deutschen Kultur und der deutschen Sprache ist etwas, das niemand nach seinen eigenen Kommentaren bezweifeln kann. Sein Werk spiegelt seine Bewunderung und sein Interesse für bedeutende deutsche Schriftsteller wie Goethe und Schiller, sowie für andere avantgardistischen Bereiche des deutschen Wissens wider, zu dem die Philosophie und die Wissenschaften gehören, was durch seine unmissverständliche Aussage bewiesen wird: "... das Deutsche, worin das ganze Werk des Menschen eingebracht ist ... "

Sein Interesse dafür zeigt er bereits in jungen Jahren, und zwar mit einem Werk, das er in Madrid im Alter von 19 Jahren zu schreiben beginnt. "Adúltera" (Ehebrecherin) ist ein Werk, das Martí im Jahre 1874 beendet, in dem alle handelnden Personen deutsche Namen tragen.

Martí hat nicht nur unter den deutschen Immigranten in den USA gelebt, sondern er hat auch seine Schriften der Erscheinung gewidmet, wie die Gemeinschaft von deutschen Immigranten zum Aufbau der US-Gesellschaft beigetragen hat, sowie über ihren Einfluss auf die Sitten und Gebräuche des US-Volkes.

In einigen journalistischen Beiträgen spricht Martí über den Bau der Brooklyn-Brücke unter der Verantwortung von Johann August Röbling (1806-1869), über die Unterrichtung der deutschen Sprache in den Schulen von New York und über die Rolle von Friedrich Wilhelm von Steuben (1730-1794) bei der Erringung der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten. Laut Ber­schin und Vales (2000), berühren 73 von den 111 Artikeln, die Martí in der Rubrik Sección Constante der Zeitung "La Opinión Nacional" von Caracas zwischen November 1881 und Juni 1882 veröffentlicht hat, das wissenschaftliche, kulturelle, politische und wirtschaftliche Leben in Deutschland und schildern auch die Situation der deutschen Immigration in den Vereinigten Staaten und Lateinamerika.

Die Annäherung von Martí an die deutsche Kultur im Allgemeinen kann sich aus seinem Aufenthalt in Spanien und den Vereinigten Staaten wie folgt erklären: In dem Fall von Spanien aufgrund der geographischen Nähe und der Möglichkeiten, die es in diesem Land für die Einfuhr von deutschen Werken gab. Im Falle der Vereinigten Staaten kann man die Annäherung aufgrund des zeitlichen Zusammentreffen des Aufenthalts von Martí in New York und des Zustromes von Tausenden deutschen Immigranten in die Vereinigten Staaten begründen. Von den Germanisten und Fachleuten der deutschen Sprache wird der von Martí geprägte Begriff "die mathematische Sprache" benutzt, denn nur diejenigen, die diese Sprache beherrschen, begreifen genau, wie viel Wahrheit in diesen Worten steckt und nur derjenige, der die deutsche Sprache gut beherrscht, kann fest und überzeugend, wie es Martí getan hat, die Natur selbst dieser Sprache zum Ausdruck bringen.

Gerade die Tätigkeit von Martí als Übersetzer vom Deutschen ins Spanische stellt ein Rätsel dar, das nur Schlussfolgerungen aus seinen eigenen Kommentaren und aus seinen Verbindungen und Zusammenhängen, die Martí erlebt hat, ermöglicht. Es gibt aber noch ein weiteres Element, das das Leben von Martí mit Deutschland verbindet. Dabei handelt es sich darum, dass während der Vorbereitungen des kubanischen Befreiungskrieges im Jahre 1895 der haitianische Konsul in Inagua, Herr Barbes, ein Anhänger der Idea­le der kubanischen Patrioten, ihm dem deutschen Kapitän Heinrich Theodor Julius Löwe vorstellte. Löwe war Kapitän des Dampfschiffes "Nordstrand", das von einem nordamerikanischen Unternehmen gechartert war, um Holz aus den Vereinigten Staaten nach Haiti und Jamaica zu transportieren. Martí bat den Kapitän, ihn und einige seiner Freunde nach Kuba mitzunehmen. Nach anfänglicher Weigerung akzeptierte die­ser und landete Martí mit weiteren sechs Expeditionsteilnehmern in der Nähe von Maisi, im Osten Kubas, illegal an. Der Kapitän entschied sich dafür, den Kubanern zu helfen, weil er wuss­te, wie Spanien Kuba tyrannisierte, und auch weil Martí als Bruder der Freimaurer vorgestellt wurde.

So gehen der deutsche Kapitän und sein Frachter in die Geschichte Kubas ein. Heinrich Löwe war 36 Jahre alt, als er Martí kennen lernte. Er war ein Mann, der von seiner Crew respektiert wurde und der seine Arbeit mit großer Hingabe verrichtete. Als Martí an Bord des Schiffes war, gab der Kapitän ihm seine Kabine und dieser gab sie an Maximo Gomez weiter. Mit fotografischem Blick beschreibt Martí in seinem Tagebuch am 6. April die Kabine des Kapitäns: Die Koje, Schubladen und Regale waren aus Mahagoniholz. Weiterhin gab es Landkarten, Bücher von Johann Wolfgang Goethe, das Porträt der Ehefrau des Kapitäns und ein von ihr mit Kammgarn bestickten Stickrahmen, worauf zu lesen war:

"In Allen Stürmen
In aller Not
Wird er dich beschirmen
Der Treue Gott"

Die Einwohner Havannas hatten die Gelegenheit, in der Ausstellungshalle "Pavillón Cuba" eine Replik in Originalgröße der Kommandobrücke der "Nordstrand" zu betrachten. Deutsche Arbeiter hatten sie nach archivierten Konstruktionsunterlagen in der Neptunwerft in Rostock, DDR, nachgebaut. Es war ein Geschenk der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands an den 1. Parteitag der Kommunistischen Partei Kubas. Für seine gegenüber Kuba erbrachten Dienste wurde Kapitän Heinrich Löwe so in die Geschichte aufgenommen. Wegen seiner Unterstützung der kubanischen Ideale wurde sein Schiff mit 45 Tagen Liegezeit bestraft. Anschließend wurde von dem nordamerikanischen Unternehmen mit einem Reiseverbot nach Kuba bis zum Jahr 1896 verurteilt. Dieser edle Kapitän hat Martí niemals vergessen, und als am 26. März 1899 Gomez in Havanna ankam, befand sich Kapitän Löwe mit seinem Schiff dort und hatte die Freude, den Generalissimus zu begrüßen und mit Zuneigung und Bewunderung an seinen Bruder José Martí zu erinnern.

Nach Bewertung dieser Aspekte bezüglich der Beziehung zwischen Martí und Deutschland, die sein Interesse und seine Verbundenheit mit den Menschen, der Kultur und Sprache dieses Lan­des erkennen lassen, ist es interessant, den deutschen Einfluss auf die kubanische Kultur zu analysieren. Das kann man sehr gut aus der Definition von Transkulturation der kubanischen Kultur von Fernando Ortiz[1] entnehmen, worin er die Ergebnisse seiner Forschungen aller Prozesse, die die Cubanía - die Identität der Kubaner - beeinflusst haben, formuliert hat.

Wegen der Tiefe und des Umfangs seiner Forschungen ist er nach Christopher Kolumbus und Alexander von Humboldt als der dritte Entdecker von Kuba bekannt. Er hat sich vor allem mit der afrikanischen Präsenz in der kubanischen Kultur beschäftigt. Mit dem Begriff der Transkulturation hat er seinen Beitrag zur kulturellen Anthropologie geleistet. Er hat die Prozesse der Transkulturation und der historischen Entwicklung der kubanischen Nationalität erforscht und daraus die Entdeckung der kubanischen Art und Weise abgeleitet.

Für Ortiz ist Transkulturation ein Mittel zum Erfassen der vielfachen Fusionen von verschiedenen kulturellen und menschlichen Faktoren. Für Ortiz umfassen die menschlichen Faktoren das Potenzial des Ursprünglichen und Unberechenbaren in ihren vielfältigen Zusammenhängen und die möglichen kulturellen Änderungen. Deshalb ist es interessant, einen Überblick über den Begriff von Transkulturation zu geben.

Transkulturation ist eine Bezeichnung, mit der Fernando Ortiz den theoretischen Begriff der kulturellen Anthropologie bereichert hat, indem er die daraus resultierende Formung der kubanischen nationalen Kultur abgeleitet hat. Das ist ein Phänomen, das man auf den ganzen Kontinent erweitern kann, da, wie er festgestellt hat, "darf die amerikanische Geschichte nicht ohne die Geschichte aller ethnischen Essenzen begriffen werden, die sich auf diesem Kontinent verschmolzen haben, und auch nicht ohne einzuschätzen, welches das eigentliche Resultat ihrer gegenseitigen Transkulturation gewesen ist."

Damit verweisen wir auf einige Elemente, deren Spuren in der kubanischen Geschichte zu finden sind.

Wie es weltweit bekannt ist, führte der deutsche Wissenschaftler Alexander von Humboldt umfangreiche Studien in Kuba durch, die ihn zur Ausfertigung seines Werkes "Politisches Essay über die Insel Kuba" geführt haben. Er verdient völlige Anerkennung wegen seiner Konzeptionen, die ihm den Ruf als des zweiten Entdecker Kubas einbrachten.

Beispiele der deutschen Spuren in der kubanischen Kultur

Ein Element von gro­ßem Interesse ist die deutsche Beteiligung an der kubanischen Wirtschaft seit ihrer Ursprüngen im Jahre 1542, mit der Präsenz von Hans Tetzel am Anfang des Kupferbergbaus in der Provinz Santiago de Cuba.

Cornelius Souchay gründete ab 1813 in der Gegend von Artemisa die Kaffeeplantage Cafetal Angerena, wo er in den Regionen des Kaffeeanbaus in Kuba in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts neue technologische, produktive und menschliche Konzepte eingeführt hat.

Nördlich der Stadt Camagüey, etwa zwei Kilometer von der Küste und etwa 40 Kilometer vom Dorf Esmeralda entfernt, ist eine Gegend namens Palma City, die von den Deutschen im frühen zwanzigsten Jahrhundert gegründet wurde. Nur zwei Gebäude sind stehen geblieben: die 1902 gebaute Kirche und ein Haus, das einem deutschen Bürger namens Leopold Lust gehörte.

Die deutsche Musik war Teil der Transkulturation

Juan Nepomuceno Goetz, deutscher Priester und Musiker, kam im frühen neunzehnten Jahrhundert aus dem nahen Haiti nach Santiago de Cuba.

Ein weiterer prominenter deutscher Musiker war Rafael Reinecke, der in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts seine Spuren nicht nur in der Musik hinterlassen hat, sondern auch in der Fotografie und Druckgrafik. Er hat im Jahre 1856 gemeinsam mit sei­nem Landsmann Oscar Held, auch ein Fotograf, Schriftsteller und mystischer Grafiker, ein Fotostudio betrieben.

Im Jahr 1873 gastierte die berühmte deutschen Sängerin und Instrumentalistin Paulina Lucca an der kubanischen Küstenregion und hinterließ ein großes Repertoire von deutschen Liedern im Lande. Der bekannte und vielseitige Intellektuelle Hermann Friedrich Wilhelm Michaelsen hat im späten neunzehnten Jahrhundert in seinem eigenen Haus in Santiago de Cuba eine künstlerische Gesellschaft gegründet, die das Ziel hatte, die beste klassische Musik aus seinem Herkunftsland zu pflegen und zu verbreiten.

In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts sind auf der Insel viele deutschen Bands und Sänger aufgetreten, sowie renommierte Dirigenten von Sinfonieorchestern, wie Volkmar Neumann, Günther Herbig und Olaf Koch, unter anderem prominente deutsche Musiker, die ernste Musik darboten. Andere Beispiele aus dem Bereich der Musik könnte man hinzufügen.

Auch kubanische Musiker studierten und spielten in verschiedenen deutschen Städten zwischen dem neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert. Darunter wird José Julián Jiménez erwähnt, der von 1873 bis 1880 Klavier, Violine und Harmonie in Leipzig studierte und auch Violinist im berühmten Gewandhausorchester jener kosmopolitischen Stadt war.

Ein andere Musiker, Jose Jimenez Berroa (1851-1917), Pianist und Komponist, wurde im Jahr 1890 Direktor des Konservatoriums für Musik in Hamburg. Der berühmte kubanische Geiger Claudio José Domingo Brindis de Salas (1852-1911) war auch Preisträger des Ordens Ehrenlegion, als er als Kammermusiker am Hof des Kaisers Wilhelm II. diente. Ihm wurde sogar die deutsche Staatsbürgerschaft als Zeichen der Anerkennung für seine Leistungen in Deutschland erteilt.

Erwähnenswert ist der erste Cellist des Nationalen Sinfonieorchesters, Vladimir Dubratschewsky, der über 30 Jahre Mitglied des wichtigsten sinfonischen Orchesters des Landes bis zu seiner Pensionierung war. Im Jahr 2004 erhielt er in Kuba, wo er lebte, den Nationalpreis für Kunsterziehung.

Ein wichtiger Besuch in Havanna

Albert Einstein, Nobelpreisträger für Physik im Jahre 1921, besuchte Kuba am 19. Dezember 1930. Der berühmte Wissenschaftler nahm an einem Empfang teil, der ihm zu Ehren in der Aula der Akademie der Medizinischen Wissenschaften, Naturwissenschaften und Physik von Havanna gegeben wurde und von dieser Institution und der Geographischen Gesellschaft Kubas organisiert wurde, wo er sich in das Goldene Buch eingetragen hat: "Die erste wahrhaft universale Gesellschaft war die Gesellschaft von Forschern. Hoffentlich wird die nächste Generation eine wirtschaftliche und politische Gesellschaft etablieren, die mit Sicherheit die Katastrophen vermeidet".

Der Wissenschaftler Albert Einstein weilte nur 30 Stunden in Havanna. Er zählt jedoch zu einem unserer wichtigsten Besucher aller Zeiten.

In den frühen Morgenstunden des 20. Dezember 1930 besuchte Albert Einstein die ärms­ten Häuser, Hinterhöfe von Mehrfamilienhäusern (solares) und Wohngemeinschaften (cuarterías), den Binnenmarkt, die bescheidensten Geschäfte in der Straße Calzada de Monte und die typischen Viertel der kubanischen Armut "Pan con Timba" und "Llega y Pon".

Dreißig Stunden auf kubanischem Boden waren für den mit den sozialen Problemen seiner Zeit engagierten Wissenschaftler genug, um die damalige Havanna-Gesellschaft in seinem Tagebuch zu beschreiben und zwar mit einer scharfen Beobachtung: "Luxuriöse Clubs neben entsetzlicher Armut, die vor allem Farbigen betrifft."

Zigarren Hermann Upmann

Diese von den Gebrüdern Hermann und August Upmann geschaffene Marke behält heute nach wie vor ihre Qualität weltweit.

Diese Gebrüder, Bankiers aus Bremen und offensichtlich Freunde des Rauchens, landeten in Havanna zwischen 1840 und 1841 (Genauere Angaben fehlen.), um eine Niederlassung ihres Finanzinstitutes zu etablieren.

Überlieferte Geschichten besagen, dass Hermann Upmann seinen deutschen Freunden und den Kunden seiner Bank Zigarren schickte, um für seine Bankgeschäfte zu werben.

Diese Zigarren-Gewohnheit führte Hermann zu der Entscheidung, mit Hilfe seines Bruders August eigenen Zigarren zu produzieren, die, am 15. Oktober 1844 das Licht der Welt mit dem weltweit immer noch renommierten Markenamen H. Upmann erblickten.

Die H. Upmann Zigarren Fabrik wurde zu einer der größten in ihrer Zeit. In ihren Einrichtungen waren mehr als 200 Beschäftigte tätig.

Darüber hinaus wurde die deutsche Fabrik auch die erste, die die Lagerung von Zigarren in Aluminium-Röhren eingeführt hat, was noch heute weltweit gebräuchlich ist.

Das kubanische Volk erinnert an diese deutschen Spuren

Diese Einflüsse haben unter anderem dazu beigetragen, dass die kubanische Kultur mit Deutschland verbunden ist. Denn obwohl die Sprachbarriere ein Hindernis gewesen sein könnte, war dies aber nicht so, wenn wir einige von kubanischen Einrichtungen durchgeführte Aktionen betrachten, die dazu dien­ten, die deutschen Spuren in der kulturellen Bildung Kubas zu verewigen, wie zum Beispiel Straßen und Parks, die deutsche Namen tragen:

In der Stadt Santiago de Cuba finden wir die Alameda Michaelsen, gegenüber dem Hafen der Stadt in der jetzigen Jesus-Menendez-Avenue. Sie erstreckt sich von der Straße Calixto Garcia bis zur Stra­ße Aguilera.

In Santiago de Cuba finden wir auch die Straße Hartmann, besser bekannt als San Felix, die sich entlang der Avenue 24 de Febrero (Trocha) bis die Promenade Paseo de Martí erstreckt und viele andere Straßen kreuzt. Diese Straße trägt diesen Namen in Anerkennung des bedeutenden Arztes Felipe Carlos Hartmann Geyer.

Zwischen der Straße Calzada de Diez de Octubre und der Straße Lourdes im Viertel Arroyo Apolo im Kreis Arroyo Naranjo, in der Stadt Havanna, liegt die Straße Kessel. Diese Straße trägt den Namen von Baron Johann von Kessel, der im Jahr 1770 Grundstücke in dieser Gegend gekauft hat und sie San José de Bellavista nannte.

Es gibt auch andere Straßen in Havanna mit den Namen von deutschen Persönlichkeiten, wie die bekannte Hamel-Gasse im Stadtbezirk Centro Habana, die Straße Hernan Behn im Viertel Apolo im Stadtbezirk Arroyo Naranjo, die Humboldt-Straße im Viertel Vedado im Kreis Plaza de la Revolución, die Straße Averhoff an der Grenze der Viertel Mantilla und El Calvario im Kreis Arroyo Naranjo, sowie die Passage H. Upmann im Stadtbezirk Plaza de la Revolución. In der Stadt Trinidad ist die Schmith-Gasse, zwischen den Straßen Antonio Maceo (Guiteras) und Pedro Zerquera (Alameda). Diese Straße trägt ihren Namen offenbar nach einem deutscher Potentaten, der in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts mehrere Geschäfte in dieser Stadt hatte. Er war Wilhelm Schmidt.

Im Hinblick auf die Parks

In der Stadt Havanna gibt es einige Parks, die den Namen von berühmten Deutschen tragen, wie zum Beispiel:

Der Park Alexander von Humboldt, an der Kreuzung der Straßen Los Oficios und La Muralla, im Stadtbezirk Alt-Havanna vor dem Haus der Grafen von O Reilley, Gastgeber des deutschen Gelehrten in seiner ersten Reise nach Kuba.

Der Park zu Ehren von Karl Marx liegt an der Straße Salvador Allende und an der Straße Belascoain im Kreis Centro Habana.

Naturpark Alexander von Humboldt in der Provinz Guantanamo

Der "Humboldt" ist der größte Park des kubanischen Systems der Naturschutzgebiete und ist voller bemerkenswerter geomorphologischer und forstlicher Werte. Er umfasst mehr als 70.000 Hektar, eine Fläche der Größe der Provinzen Guantanamo und Holguin.

In diesem zum Weltnaturerbe erklärten Gebiet gibt es unzählige Arten der weltweiten Flora und Fauna. Dort ist eine äußerst reiche Tierwelt von über zweihunderttausend Arten, darunter gibt es eine hohe Anzahl von Vögeln, Reptilien, Insekten, Mollusken undSpinnentieren.

Auch eins der wichtigsten Theater Kubas trägt den Namen Karl Marx und befindet sich im zentral gelegenen Viertel Miramar in der kubanischen Hauptstadt Havanna. Dieses Theater ist Präsentationsort vieler internationaler und nationaler und Veranstaltungen.

Mit dieser Zusammenfassung will ich deutlich machen, wie deutsche Kultur schon von Jose Martís Zeit an geschätzt wurde und wie sie ein Teil der Transkulturalität gewesen ist, wie sie von Fernando Ortiz definiert wurde. Zugleich soll damit ein Überblick darüber gegeben werden, wie es dem kubanischen Volk gelungen ist, Zeugnisse[2] davon zu bewahren, die diese deutsche Präsenz in Kuba charakterisieren und wie das Volk Kubas in einer bescheidenen Weise dazu beigetragen hat, die deutsche Kultur zu bereichern.

Anmerkungen:

[1] Fernando Ortiz Fernandez (1889-1969) Ethnologe (Kenner der afro-kubanischen kulturellen Wurzeln) Anthropologe, Archäologe, Musikwissenschaftler und Jurist

[2] Jose Martí und die deutsche Sprache, homepage ecured - Gladys Portuondo: Die Transkulturation bei Fernando Ortiz Gladys Portuondo: Die Transkulturation bei Fernando Ortiz Transkulturation, homepage ecured

Martell, Raul: Kuriositäten der deutschen Präsenz in Kuba, homepage cubarte 24.01.2008 und Auf deutschen Spuren in Kuba, ebenda, 20.02.2008

Crespo, Jorge Grogoy: Die deutsche Präsenz in Pinar del Rio, Rundfunk Tele Pinar 4/5/2010

Zeitung "Victoria" von der Isla de la Juventud in Kuba, on­line. http:www.?periodicovictoria.?cu

Héctor Corcho Morales
Übersetzung Yenki Bravo Colina

ICARUS - Zeitschrift für soziale Theorie, Menschenrechte und Kultur

ICARUS: Zeitschrift für soziale Theorie, Menschenrechte und Kultur 1/2012





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